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Erziehungsbeistand

Die Erziehungsbeistandschaft zählt zu den klassischen ambulanten Hilfen zur Er­ziehung. Sie ergänzt und unterstützt die familiäre Er­zie­hung und bezieht das soziale Umfeld soweit wie möglich in die Arbeit mit ein. Die unterschiedlichen sozial­pä­da­go­gischen Methoden und Arbeitsformen wie soziale Einzelhilfe, soziale Gruppenarbeit, Eltern­arbeit und Familienarbeit können sich also auf den einzelnen jungen Menschen wie auf die Familie oder - je nach Problematik und Gegebenheiten - auf sonstige, für den jungen Menschen wichtige Lebensbereiche beziehen

Sozialpädagogische Fachkräfte begleiten über einen längeren Zeitraum junge Men­schen, die ohne diese individuelle und persönliche Unter­stützung mit ihrer fa­mi­liä­ren oder sozialen Lebenssituation nicht mehr zurechtkommen würden. Die Entscheidung über die im Einzelfall angezeigte Hilfeart ist unter aktiver Einbeziehung der Sorge­be­rech­tig­ten und des betroffenen jungen Menschen im Zusammenwirken der betroffenen Fachkräfte vom Jugendamt zu treffen. Da es sich bei Erziehungs­bei­stand­schaft und Betreuungshilfe um eine für vor­aus­sicht­lich längere Zeit zu leistende Hilfe handelt, ist ein Hilfeplan­ver­fahren durch das Jugendamt erforderlich. Der § 36 SGB VIII und der § 36a SGB VIIIgelten entsprechend.

 

Quelle: Zentrum Bayern Familie und Soziales, 2017