Die ambulante Familientherapie ist für Familien, deren Alltagsprobleme primär der Familiendynamik entspringen.
Diese wären:

  • (erhebliche) Alltagsbeeinträchtigung durch kontinuierliche Konflikte/Streitigkeiten
  • Motivationslosigkeit/Resignation ggü. (anderer) Hilfen
  • Drohende Fremdunterbringung / anstehende Rückführung
  • Schulabsentismus
  • Jugenddelinquenz
  • Essstörungen
  • "Multiproblemfamilien"

Eine Besonderheit der ambulanten Familientherapie ist, dass die Ziele sich aus den unterschiedlichen Problemdefinitionen der Beteiligten ergeben, da die AFT einen integrativen statt edukativen Ansatz verfolgt.
Übergreifende Ziele sind:

  • (an)-Erkennen von unterschiedlichen Realitätskonstruktionen
  • Abbau von festgefahrenen Rollen der Familienmitglieder
  • Reduktion des Konfliktpotenzials
  • Sicherung einer stabilen Familiendynamik

In Abgrenzung zur Sozialpädagogischen Familienhilfe: keine tätige Hilfe in Alltagsaufgaben, wie z.B. Behördenbegleitung, Strukturierung des Alltags, ... Fachkräfte arbeiten lediglich therapeutisch, konkret bedeutet das eine gesprächsorientierte Hilfe.



Quelle: Zentrum Bayern Familie und Soziales, 2017